Artikel mit ‘Unterrichtsalltag’ getagged

Wir haben zu wenige Noten!

Friday, 15. June 2007

“Das ist unfair! Warum bekommt die Nina einen Dreier ins Zeugnis und ich auch? - Dabei hat die Nina auf die Schularbeiten einen Vierer und einen Dreier und ich habe einen Zweier und einen Dreier …”

Abgesehen davon, dass es während eines Schuljahres auch noch andere Leistungen gibt, die in die Jahresnote einfließen, und bei denen Nina offensichtlich die Nase vorn gehabt hat - es ist tatsächlich unfair, denn der Notendurchschnitt von Nina ist wirklich etwas schlechter als der ihrer Freundin. Aber er ist eben noch zu gut für einen Vierer, genauso wie der Notendurchschnitt der Freundin zu schlecht ist für einen Zweier.

In Österreich haben wir fünf Noten, wobei für die Differenzierung nur vier herhalten müssen, denn der Fünfer ist absolut - er ist negativ. Mit vier Noten tue ich mir als Lehrer aber sehr schwer, in der Klasse ein halbwegs faires Ranking herzustellen. Meist muss man auf- oder abrunden. Und hier gilt: Was des einen Freud, ist des anderen Leid. Nicht einmal Zusatzbemerkungen wie Minus oder Plus sind hierzulande erlaubt, es gibt lediglich fünf ganze Zahlen. Ohne Symbole, ohne Kommastellen, ohne weitere Anmerkungen.

Meiner Meinung nach haben wir viel zu wenige Noten. Warum gibt es nicht zwanzig Abstufungen? Dann hätte Nina vielleicht eine zwölf und ihre Freundin eine dreizehn oder sogar vierzehn. Klingt fairer - und ist es wohl auch.

Informatikunterricht – ein Bericht aus der Praxis

Saturday, 02. June 2007

Mein lieber Kollege Herbert Kerzendorfer aus dem idyllischen Yspertal hat letztes Monat einen köstlichen Leitfaden für den Newsletter der e-LISA academy geschrieben. Er beschreibt, was sich so alles abspielt während einer typischen Unterrichtseinheit im Computerraum. Aber er lässt dich auch nicht alleine mit deiner Verzweiflung, wenn du miterlebst, was alles schief gehen kann, sondern er gibt dir eine Reihe von wertvollen Tipps mit auf den Weg!

http://www.e-lisa-academy.at/

Gender und Bildung

Saturday, 26. May 2007

Als “Gender” bezeichnet man nicht das biologische Geschlecht, sondern das gesellschaftliche - also die Vorstellungen und Erwartungen, die man im Allgemeinen den Buben und Mädchen entgegenbringt. Immer noch können diese Erwartungen für Betroffene fatale Folgen haben - etwa dann, wenn man einer Frau nicht zutraut, eine hochstehende berufliche Position einzunehmen oder Männer, die als Kindergartenpädagogen arbeiten, müde belächelt werden.

In der Schule ist es außerordentlich wichtig, Kinder schon früh auf solche Probleme hinzuweisen und sie auf Genderfragen zu sensibilisieren. Ein neues Portal zum Thema Gender und Bildung gibt Einblick in die Fülle an Angeboten in diesem Bereich. Interessierte LehrerInnen und SchülerInnen finden Informationen zu Themen wie …

  • Berufsorientierung und Lebensplanung,
  • Chancengleichheit,
  • geschlechtersensible Pädagogik
  • Sexualität und Partnerschaft,
  • Sprache,

und viele weitere mehr. Wer bereits im Genderbereich mit SchülerInnen gearbeitet hat, kann persönliche Ideen, Angebote und Ergebnisse auf dem Portal zudem anderen Interessierten vorstellen.

http://gender.schule.at/

Generation Praktikum

Monday, 21. May 2007

“Man darf sich nicht unter Wert verkaufen” ist die Hauptaussage des spannenden Spiegel-Artikels über die so genannte “Generation Praktikum” - also all jener jungen Leute, die nach dem Studium oder der Schule nach einer kurzen Einarbeitungszeit in einem Betrieb wie normale Arbeitnehmer eingesetzt werden, zu einem Hungerlohn und - wie es heißt - um Erfahrung zu sammeln.

Jeder Arbeitgeber, jede Arbeitgeberin will heutzutage Erfahrung und in den Arbeitsmarkt gerade frisch Eingestiegene geben oft alles dafür, diese wertvolle Erfahrung möglichst schnell zu erlangen - denn dann, nachher, dann wirkt das große Geld.

Trotzdem - ich finde, man darf sich niemals unter Wert verkaufen. Nicht als ArbeitnehmerIn, nicht als PraktikantIn, nicht als NachhilfelehrerIn oder sonst etwas anderes. Denn was nichts kostet, wird oft als nicht wertvoll empfunden, als selbstverständlich immer verfügbares Gut. Dumpingpreise ruinieren den Markt und davon hat schlussendlich keineR der AnbieterInnen etwas.

Ausbildung hat seinen Preis und mühevoll angeignete Kenntnisse darf man sich auch etwas kosten lassen. Und zwar sofort und nicht erst in mehreren, goldenen Jahren.

http://www.spiegel.de/unispiegel/

Archiv für den Stationenbetrieb

Thursday, 17. May 2007

Offenes Lernen ist ja eine schöne Angelegenheit, aber die Vorbereitung für einen Stationenbetrieb kann ganz schön viel Zeit in Anspruch nehmen. Man sollte hier den SchülerInnen ja nicht irgendwelche Buchseiten hinknallen, sondern abwechslungsreiche Stationen bereitstellen, die am besten auch noch grafisch nett aufbereitet sind …

Jochen berichtet von (Kollegin?) Monika Till, die aus allerlei alten Schulbüchern und Arbeitsbüchern ein Archiv zusammenstellt mit Materialien für den Stationenbetrieb - zum Immer-wieder-verwenden. Wäre vielleicht eine nützliche Idee in einem Kollegium. Wenn alle zusammenarbeiten, geht schneller etwas weiter.

Auf Lernen Heute beschreibt Werner übrigens seine aktuellen Erlebnisse mit einem Stationenbetrieb, kennengelernt in der LehrerInnenausbildung - Erfahrungen aus erster Hand sozusagen. Er erzielte einen besonderen Lerneffekt dadurch, dass die selbst erprobte Methode gründlich in die Hose ging. Detailliert geht er den Problemen auf den Grund und macht Vorschläge für ein ertragreicheres Vorgehen.

Themenschwerpunkt zu virtueller Kommunikation

Saturday, 05. May 2007

Die Plattform rpi-virtuell verführt ReligionspädagogInnen zu Lernen und Lehren mit dem Internet. Es gibt Möglichkeiten zur Information, zum Kontakt mit KollegInnen und zum Austausch von Materialien. Für angemeldete Mitglieder steht auch eine Lernplattform mit vielfältigen Funktionen zur Verfügung.

Den April widmete rpi-virtuell einem Themenschwerpunkt zu virtueller Kommunikation. Für Mitglieder ist interessant, wie die Arbeit mit der Lernplattform konkret gestaltet werden kann. Aber auch andere interessierte BesucherInnen kommen nicht zu kurz: Eine Reihe von Artikeln beschäftigt sich mit allgemeinen Fragen rund um die virtuelle Kommunikation:

  • Merkmale von und Tipps zu Online-Kommunikation
  • Sicheres Internet
  • Diskussionsforen und Chats
  • Synchrone Kommunikation mit Skype

http://www.rpi-virtuell.net/

So gewinnt man mehr aus Interviews

Wednesday, 02. May 2007

Ein spannender Artikel im Onlinemagazin UXMatters (über User Experience) beschäftigt sich mit der Frage, wie man aus den Kommentaren von UserInnen über die Bedienfreundlichkeit von Software am meisten herauslesen oder heraushören kann - sodass man die Software besser anpassen kann. Zwar sind die Empfehlungen wohl auf Software-EntwicklerInnen zugeschnitten, aber nicht wenige Tipps beziehen sich auf Kommunikation allgemein - auch in der Schule, in LehrerInnen-SchülerInnengesprächen oder in Unterhaltungen mit Eltern.

  • Sei dir deiner eigenen (Vor-)Urteile und Projektionen bewusst.
  • Sei authentisch und mach den Fortgang des Gesprächs sichtbar.
  • Stell dich auf deine GesprächspartnerInnen ein, nicht umgekehrt.
  • Sei dir dessen bewusst, wie deinE GesprächsparternIn mit dir interagiert.
  • Bemerke, wenn deine GesprächspartnerInnen ihre eigenen Aussagen zensieren.
  • Frage nach dem Warum und grabe tiefer.
  • Mache objektive und präzise Beobachtungen.
  • Erlaube es deinen GesprächspartnerInnen, spontan zu sein und ihrem Gesprächsbedürfnis zu folgen.

http://www.uxmatters.com/MT/archives/000183.php

Wikis zum Thema Mobbing

Sunday, 29. April 2007

WikiWebs eignen sich naturgemäß gut dazu, gemeinsam an Texten zu arbeiten oder etwa zusammen eine Geschichte weiterzuspinnen. Ergebnis der Arbeit ist ein Gruppenprodukt, in das Ideen und Anregungen vieler Gruppenmitglieder eingeflossen sind und bei heiklen Themen kann sich so der Einzelne / die Einzelne in der wohltuenden Anonymität der Gruppe verlieren.

Lehrer-Online stellt eine interessante Idee für die Grundschule vor, die sich aber problemlos auch auf höhere Schulstufen adaptieren lässt: Weitererzählgeschichten zum Thema Mobbing. Gemeinsam mit ihren MitschülerInnen formen die Kinder ihre Erlebnisse, Ideen und Gedankenspiele zu Geschichten. Was haben die anderen wohl für Erfahrungen, wie Mobbing stattfindet? Im Zuge der Entwicklung der Geschichte lernt man eine Menge Erscheinungsformen von Mobbing im Alltag der Mitschreibenden kennen.

http://www.lehrer-online.de/url/weitererzählgeschichte
http://gsnadorst.dyndns.org/nado/

Die 10-24-7 Regel

Monday, 16. April 2007

Jay Cross hat kürzlich in seinem Blog einen Lernalgorithmus in Erinnerung gerufen, der sich ganz gut zum offline-Lernen eignet - also zum Lernen ohne die Unterstützung eines Computerprogramms, das komplizierte und vielsprechende Algorithmen verwendet, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen:

Erlerne einen neuen Inhalt, wiederhole ihn zehn Minuten später, wiederhole ihn 24 Stunden später und schließlich noch nach einer Woche, um ihn vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis zu überführen. Ein Selbsttest Jays, das Erlernen des Buchstabieralphabets, stellte sich als erfolgreich heraus.

http://internettime.com/?p=839

Dumme Entschuldigungen

Wednesday, 11. April 2007

Hat dieser Wahnsinn Methode? Der Lehrerfreund sammelt dumme Entschuldigungen und Ausreden, beflügelt von einem Beitrag auf niemehrschule:

“Sehr geehrte Frau Professor!

Ich bitte die Abwesenheit meiner Tochter Barbara L. vom 31. - 33.01.2007 zu entschuldigen.
Grund: Gesundheitliche Probleme

Hochachtungsvoll
Unterschrift”

Näheres unter http://www.lehrerfreund.de/ bzw. http://teacher.twoday.net/ *lach*