Veronika Leuthner von der Universität Tübingen arbeitet für ihre Promotion im Aufbaustudiengang Medienwissenschaft-Medienpraxis an einer Umfrage zum Internet-Einsatz in der Schule. Ich finde solche Erhebungen sehr spannend, da ich täglich miterlebe, wie im Laufe der Zeit tausende von Euro in Weiterbildungen, Fortbildungen und Schulungen gebuttert werden, die unter der Überschrift “Unterrichten mit Neuen Medien” subsummiert werden können. Aus meiner persönlichen Erfahrung als Trainer bin ich nicht von all diesen Angeboten restlos überzeugt. Für manche KollegInnen, die ihr Leben lang ohne den Computer gearbeitet und unterrichtet haben, braucht es unvorstellbar lange, sich in einfache Bedienschritte einzuarbeiten, geschweige denn in die Betreuung komplexer Aufgabenstellungen. Sie sind nicht bereit, so viel von ihrer Frei/Arbeitszeit dafür zu verwenden, sich in eLearning-Themen zu vertiefen. In der Tat braucht es wahrscheinlich schon ein bisschen Verrücktheit, Manie oder Hobby, um sich spielerisch und nebenbei, sozusagen learning by doing, all das anzueignen, was man dann idealerweise in der Klasse verwenden kann. Veronika Leuthner jedenfalls geht in ihrer Untersuchung der Frage auf den Grund, wie Lehrkräfte aller Art den Interneteinsatz in der Schule beurteilen: Sinn und Zweck, reale Einsatzmöglichkeiten, Probleme, Wünsche, Internetkompetenz der SchülerInnen, Unterrichtsmaterial oder Fortbildungsbedarf. Ich bin schon sehr neugierig auf die Ergebnisse!
http://www.unipark.de/uc/umfrage_internet_schule/