Geotagging

February 16, 2008

Seit ich mein neues Mobiltelefon habe, das neben einer Kamera auch über einen eingebauten GPS-Empfänger verfügt, befasse ich mich mit einer faszinierenden neuen Technologie: Geotagging. Einfaches Prinzip, aber sehr eindrucksvoll: Jedem Foto werden automatisch die GPS-Koordinaten des Ortes zugeordnet, an dem das Foto geschossen wurde. Das funktioniert natürlich nur im Freien und ist deshalb sehr gut für Fotos von Sehenswürdigkeiten oder Gebäuden geeignet.

Die GPS-Daten kommen zum Tragen, sobald man die Fotos zum Beispiel mit einem Service wie Locr.com mit der entsprechenden Landkarte von Google Maps verknüpft. Dann zeigen kleine Pfeilchen auf der Landkarte auf exakt die Positionen, an denen die jeweiligen Fotos gemacht wurden. In der Slideshow-Ansicht eines Fotoalbums laufen die Bilder mit Überblendung selbstgesteuert ab und anhand der GPS-Koordinaten werden auch gleich automatisch entsprechende Informationstexte über die gezeigten Gebäude von der Wikipedia heruntergeladen. Ziemlich beeindruckend …

Schau dir einmal mein Beispielalbum an mit Fotos aus Cambridge, aufgenommen am 11. Februar. Wenn du auf das Foto klickst, gelangst du auf die Landkartenansicht. Ein Klick auf den kleinen Pfeil in der linken unteren Ecke des Fotos bringt dich zur automatisch ablaufenden Slideshow mit eingebauter Landkarte.

Um deine Fotos mit GPS-Daten zu versehen, brauchst du übrigens nicht unbedingt eine Kamera mit eingebautem GPS-Empfänger, sondern du kannst auch mit einem so genannten "Datenlogger" deine GPS-Positionen alle paar Sekunden aufzeichnen und die dabei geschossenen Digitalfotos im Nachhinein mit Hilfe der jeweiligen Aufnahmezeit mit den Positionsdaten abgleichen. Mehr Informationen zu Datenloggern findest du auch auf Locr.com.

Für die Schule ist Geotagging eine ziemlich coole Sache, um SchülerInnen Fotos von Sehenswürdigkeiten genau dort zu zeigen, wo sie sich auf der Landkarte befinden. Und wenn man in der Landkarte von Google Maps dann auch noch das Satellitenfoto einstellt, hat man eine Luftaufnahme der Umgebung und die selbst hochgeladenen Detailaufnahmen. Das rockt! :)

Zeit für hochwertige Fortbildung nebenbei?

February 15, 2008

Der Frühling ist da und neben dem Vogelgezwitscher, der Vorfreude auf die Ostereier und dem einen oder anderen sonnigen Tag richtet sich der Blick vieler LehrerInnen bereits in Richtung Sommerferien! In der Tat, weit ist es nicht mehr bis zur Sommerpause. Viereinhalb Monate, dann heißt es wieder "hitzefrei"!

Der Zeitraum bis zu den großen Ferien ist ideal für eine praxisnahe Fortbildung zu einem eLearning-Thema, wie sie von der e-LISA academy nun schon zum dritten Mal in kooperativer Arbeitsweise angeboten wird. Das heißt: Kein einsames Studieren von Skripten alleine zu Hause, kein Herumärgern mit den Tücken der Technik, ohne dass es jemand mitbekommt! In kooperativen Onlineseminaren à la e-LISA ist die Kursgruppe zwar eine virtuelle, aber dennoch bestimmt von einem großen Zusammenhalt und von intensiver Zusammenarbeit mit KollegInnen und TrainerInnen.

Österreichische LehrerInnen, deren Schulen ein e-LISA academy Abo haben, können an bis zu drei kooperativen Onlineseminaren kostenlos teilnehmen. Für alle anderen KollegInnen gibt es faire Teilnahmegebühren. Die erfolgreiche Seminarteilnahme wird übrigens mit 30 Stunden zertifiziert. Das heißt, alle LehrerInnen, die den Besuch einer Fortbildung nachweisen müssen, können dies auch problemlos mit dem Zertifikat der e-LISA academy tun.

Hochwertige Fortbildung ganz ohne Anreisezeiten, gemeinsam mit einem erfahrenen Trainer / einer erfahrenen Trainerin und begeisterten KollegInnen aus ganz Österreich (und vielleicht auch Deutschland?): Der Seminarkatalog kann sich mehr als sehen lassen und wächst stetig an. Vielleicht ist auch für dich etwas dabei? Die Anmeldezeit läuft!

Üüübrigens … ich bin auch nicht ganz untätig und biete im Frühjahrsprogramm ein paar Kurse an: Den Klassiker "Moodlen lernen", aber auch zwei Leseerziehungskurse ("Was man mit einem Buch alles machen kann" und "Kinder lesen (keine Bücher) mehr"), sowie den Neuling "Hot Potatoes und Moodle". Interessant ist vielleicht auch mein einwöchiger Kurzworkshop "Radio Plays" zum Gestalten von Hörspielen im Unterricht.

http://www.e-lisa-academy.at/

Kostenlose Fotos - finden und downloaden

February 14, 2008

Jochen hat vor einigen Tagen eine tolle Ressource für kostenlose Fotos vorgestellt, die du z.B. als Sprech- oder Schreibimpuls auf Arbeitsblättern, Prüfungen oder Schularbeiten verwenden kannst. Jochen hebt hervor, dass man auf Grund des ausgefeilten Kategoriesystems schnell auf Abbildungen stößt, die man brauchen kann.

http://www.sxc.hu/

Copy without Paste

February 13, 2008

Praktisches Tool: ControlC speichert alles, was du per Ctrl+C in den Zwischenspeicher kopierst, automatisch auf verschlüsselten Webservern und mit Passwort hast du jederzeit Zugriff auf das, was du vor Tagen oder Wochen kopiert hast. ControlC könnte durchaus hilfreich sein, wenn du verzweifelt nach Textbausteinen suchst, die vor langer Zeit den Weg in deinen Zwischenspeicher gefunden haben, aber niemals richtig gespeichert wurden. Soll schon vorgekommen sein …! :)

http://controlc.com/

RSS Newsletters

February 12, 2008

Früher war ich ein großer Fan von Newsletters. Ich abonnierte sie zu Dutzenden und freute mich immer über Neuigkeiten in meinem Postfach. Dann kam RSS und mit den Feeds nahm irgendwie auch das Angebot an Newsletters ab. Viele der Anbieter machen ihre Neuigkeiten heute via RSS Feeds zugänglich und versenden gar keine eMails mehr.

Schade. Denn trotz all der schönen und praktischen Newsreader, online und offline, ist eMail für mich immer noch das Kommunikationsmittel und die Internetanwendung erster Wahl geblieben. (Bin ich altmodisch?) Und so vermisse ich die netten eMails, die mich auf dem Laufenden hielten, ohne dass ich mich drum kümmern musste. Bequem wurden mir die Newsletters in meinen Posteingang zugestellt, den ich ohnehin mehrmals am Tag kontrolliere.

Nun habe ich ein nettes Service gefunden, das den Newsletters wieder neues Leben einhaucht: Nourish - verwandle jegliche RSS Feeds deiner Wahl in automatisch versendete eMails. Eine gute Sache für mich persönlich, aber auch interessant für die Schule: Vielleicht lesen SchülerInnen englische Artikel, wenn ich ihnen eine interessante Auswahl (jedenfalls eine Auswahl, von der ich denke, dass sie interessant sein könnte …) an Beiträgen per eMail zuschicken lasse?

http://nouri.sh/

Tafelbilder bei Flickr

February 11, 2008

Neulich hat Herr Rau wieder einmal berechtigterweise darauf aufmerksam gemacht, dass LehrerInnen ihr Wissen teilen sollen - diese tapferen EinzelkämpferInnen (das stammt von mir!) … :))

Er schlägt vor, Tafelbilder schnell und unkompliziert per Flickr zu tauschen. Das vermeidet die Hemmschwelle, eine "vernünftige Stundenplanung" zusammenschreiben zu müssen, sondern gibt einfach nur Ideen, Inspirationen und frischen Wind.

Finde ich gut! Je einfacher das Austauschen funktioniert, desto mehr wird es hoffentlich auch praktiziert. Ganz ohne falsche Bescheidenheit, aber auch falsche Angst, mit seinen Ideen irgendwelchen hohen Ansprüchen nicht genügen zu können.

http://www.herr-rau.de/

Sehr geehrter Herr Bachelor

February 10, 2008

Im Wintersemester 2009/2010, so habe ich unlängst gelesen, gäbe es die letzte Möglichkeit, sich noch für ein herkömmliches zweijähriges Doktoratsstudium anzumelden. Ab dann hieße es auch hier: Es gibt nur mehr die international üblichen PhD-Studien. Auch die Magisterstudien sind radikal vom Aussterben bedroht, seit ihnen Bachelor und Master den Garaus machen.

Eigentlich egal. Studium ist Studium, dort wie da lernt man mehr oder weniger fürs Leben. :) Wenn da nicht die Frage wäre, wie man denn nun all die frischgebackenen Bachelors, Master und PhDs anredet. So wie früher mit "Sehr geehrter Herr Magister" ist eher nicht passend, setzt man doch die neuen Titel hinter den Namen. Und das im titelbegeisterten Österreich!

Ein sehr netter Beitrag zu diesem Thema stammt wieder einmal aus der Außenperspektive und findet sich im Spiegel online: http://www.spiegel.de/unispiegel/

Newsroom 101

February 9, 2008

Wow! Da hat sich aber jemand Arbeit gemacht.

Newsroom 101 ist ein englischsprachiges Angebot an hunderten Selbstlernübungen zur journalistischen Sprache. Journalisten-Englisch ist ja ein Bereich, der im alltäglichen Englischunterricht nicht gerade im Zentrum steht. Schade eigentlich, denn es gäbe eine Menge zu lernen, was sprachliche Feinheiten, aber auch exakte Ausdrucksweise angeht.

Die Selbstlernübungen sind realisiert mit Hot Potatoes und daher auch nicht rasend innovativ im Design. Die viele Arbeit liegt allerdings in der vorbildlichen und liebevollen Gestaltung der individuellen Feedbacktexte. Diese beziehen sich immer auf das jeweilige Problem der aktuellen Frage, erläutern und kommentieren in teilweise wirklich witziger und motivierender Sprache.

Die Beispiele, mit denen die Übungen arbeiten, stammen offenbar aus realistischem Medienkontext und eignen sich daher auch für vielerlei andere Übungen zu Journalisten-Englisch im Klassenzimmer.

http://www.newsroom101.com/

Suchtgefahr Wortschieber

February 8, 2008

Die einfachen Spiele sind ja oft die faszinierendsten und die, die am längsten Spielspaß bieten und das Interesse aufrecht erhalten. Mit dem "Wortschieber" steht ein derartiges Angebot im Web, das bewährt und einfach ist, aber zum Suchtfaktor werden kann …

Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad sollen aus einer bestimmten Anzahl von Buchstaben ("Buchstabensalat") Wörter gebildet werden. Nun ja, das ist nicht ganz richtig. Es ist ein Wort, das pro Buchstabensalat gesucht ist. Und das macht das Spiel auch in der einfachen Schwierigkeitsstufe nicht gerade einfach. Denn Schnelligkeit ist gefragt, wenn LAMPE "leider nicht" das gesuchte Wort war, sondern das ebenfalls aus dieser Buchstabenkombination zu bildende PALME. Ähnlich verhält es sich bei FLUT und LUFT.

Probiere es einmal aus! Wie schnell bist du - und errätst du alle Wörter gleich beim ersten Mal?

http://www.wortschieber.de/

Baukasten für Comicfiguren - die sprechen!

February 7, 2008

Wer seine SchülerInnen in seinem eLearning-Kurs persönlich begrüßen will, kann entweder ein kleines Video oder eine Audiobotschaft von sich aufzeichnen - oder eine kleine sprechende Comicfigur kreieren. Im Newsletter der e-LISA academy bin ich kürzlich auf ein reizend verspieltes Angebot gestoßen.

http://www.voki.com/