Archiv für February 2008

Celtx behält den Überblick über das Schreiben

Wednesday, 20. February 2008

Ein praktisches Tool für kreatives Schreiben, speziell für Filmdrehbücher oder Podcast-Scripts, ist Celtx. Der Basis-Texteditor wird erweitert um Werkzeuge für die verschiedensten Arbeitsschritte zur Vorbereitung eines Medienprojekts.

Die Storyline zu Beginn kann gleich mit Informationen über Orte oder Personen versehen und mit allerlei Medien illustriert werden. Wenn es an das Schreiben geht, ermöglichen Spezialeditoren, schnell ein Drehbuch nach verschiedenen Standards zu erstellen.

Ein eingebautes Szenenmanagement hilft, den Überblick zu bewahren. Die unterschiedlichen Szenen können auch im Karteikartenformat angezeigt werden, um ihre Anordnung rasch zu verändern und der Geschichte einen neuen Dreh zu verleihen. Am Ende des Schreibens steht schließlich das Storyboard bzw. eine Planung der weiteren Arbeitsschritte. Beide Aufgaben kannst du mit weiteren Werkzeugen von Celtx erledigen.

Celtx ist vielleicht ein bisschen aufgeblasen für ein kleines Schulprojekt, aber ein interessantes Hilfsmittel für das Schreiben, vielleicht auch für den einen oder anderen wissenschaftlichen Text oder Projektbericht.

http://www.celtx.com/

Online-Hörtest zum Jugendschutz

Tuesday, 19. February 2008

Das ist wieder einmal eine kreative Idee: Weil Kinder höhere Töne hören können als Erwachsene, bastelt man an einer Zugangskontrolle für Internetangebote, die auf einem Online-Hörtest beruht. So kann man Kinder von "erwachsenem" Content ausschließen, aber auch umgekehrt Erwachsenen den Zugang zu Kinderangeboten verhindern.

http://www.soundcheck.net.tc/, gelesen beim Bodensee Edublog

Von Bootcamps und pädagogischen Feldwebeln

Monday, 18. February 2008

Warum ist das Gerücht, man könne in der Schule mit Disziplinierungsmaßnahmen Disziplin schaffen, eigentlich nicht auszurotten? Ich habe noch nicht erlebt, dass SchülerInnen sich langfristig von "Strenge" und "Disziplin" beeindrucken lassen. Mit extremem Brechen des Willens, etwa in Boot Camps, kann vielleicht kurzfristig ein gewisser Effekt erzielt werden, aber natürlich um einen Preis, der moralisch keinesfalls zu vertreten ist!

LehrerInnen, die in der Klasse Ruhe und eine angenehme Stimmung haben wollen, zeichnen sich meiner Erfahrung nach durch Respekt vor ihren SchülerInnen aus und durch individuelle Förderung der Einzelnen. Und sei es auch nur durch eine kleine persönliche Geste wie die Frage: "Und, wie geht es deinem kleinen Bruder?", wenn die Schülerin ein paar Wochen zuvor vom neuen Familienzuwachs berichtet hat.

Trotzdem gibt es in England wieder ein Revival von Feldwebel Lehrer: Ex-Soldaten sollten dort als Pädagogen eingesetzt werden, empfiehlt ein Think Tank. Sie könnten störendes Verhalten in den Griff kriegen und ihren eigene "moral authority" ins Klassenzimmer tragen. Und was soll das bringen? Bei dem "Think Tank" handelt es sich wohl um einen denkenden Panzer … :)

http://education.guardian.co.uk/

Bachelor ade!

Sunday, 17. February 2008

Eigentlich sollte die Umstellung der langen Magisterstudien auf gestaffelte Bachelor- und Masterstudien mit jeweils kürzerer Laufzeit dafür sorgen, dass mehr Menschen den Sprung in akademische Weihen schaffen und der AkademikerInnenanteil in der Bevölkerung gesteigert wird. Nun meldet der Spiegel aber dieser Tage, dass die StudienabbrecherInnenquote in manchen Studienrichtungen sogar gestiegen sei. Dies wird unter anderem darauf zurückgeführt, dass in technischen Fächern bei geringerer Studienzeit die gleiche Menge an Stoff wie früher vermittelt werde.

Was lernen wir daraus für die Schule? Eigenverantwortlichkeit ist wichtiger denn je, und wer schon in der Oberstufe des Gymnasiums mit Portfolios und selbstständig zu erbringenden Leistungen strauchelt, dem wird an der Universität - Bachelor hin oder her - wohl kein langes Leben beschieden sein.

http://www.spiegel.de/

Geotagging

Saturday, 16. February 2008

Seit ich mein neues Mobiltelefon habe, das neben einer Kamera auch über einen eingebauten GPS-Empfänger verfügt, befasse ich mich mit einer faszinierenden neuen Technologie: Geotagging. Einfaches Prinzip, aber sehr eindrucksvoll: Jedem Foto werden automatisch die GPS-Koordinaten des Ortes zugeordnet, an dem das Foto geschossen wurde. Das funktioniert natürlich nur im Freien und ist deshalb sehr gut für Fotos von Sehenswürdigkeiten oder Gebäuden geeignet.

Die GPS-Daten kommen zum Tragen, sobald man die Fotos zum Beispiel mit einem Service wie Locr.com mit der entsprechenden Landkarte von Google Maps verknüpft. Dann zeigen kleine Pfeilchen auf der Landkarte auf exakt die Positionen, an denen die jeweiligen Fotos gemacht wurden. In der Slideshow-Ansicht eines Fotoalbums laufen die Bilder mit Überblendung selbstgesteuert ab und anhand der GPS-Koordinaten werden auch gleich automatisch entsprechende Informationstexte über die gezeigten Gebäude von der Wikipedia heruntergeladen. Ziemlich beeindruckend …

Schau dir einmal mein Beispielalbum an mit Fotos aus Cambridge, aufgenommen am 11. Februar. Wenn du auf das Foto klickst, gelangst du auf die Landkartenansicht. Ein Klick auf den kleinen Pfeil in der linken unteren Ecke des Fotos bringt dich zur automatisch ablaufenden Slideshow mit eingebauter Landkarte.

Um deine Fotos mit GPS-Daten zu versehen, brauchst du übrigens nicht unbedingt eine Kamera mit eingebautem GPS-Empfänger, sondern du kannst auch mit einem so genannten "Datenlogger" deine GPS-Positionen alle paar Sekunden aufzeichnen und die dabei geschossenen Digitalfotos im Nachhinein mit Hilfe der jeweiligen Aufnahmezeit mit den Positionsdaten abgleichen. Mehr Informationen zu Datenloggern findest du auch auf Locr.com.

Für die Schule ist Geotagging eine ziemlich coole Sache, um SchülerInnen Fotos von Sehenswürdigkeiten genau dort zu zeigen, wo sie sich auf der Landkarte befinden. Und wenn man in der Landkarte von Google Maps dann auch noch das Satellitenfoto einstellt, hat man eine Luftaufnahme der Umgebung und die selbst hochgeladenen Detailaufnahmen. Das rockt! :)

Zeit für hochwertige Fortbildung nebenbei?

Friday, 15. February 2008

Der Frühling ist da und neben dem Vogelgezwitscher, der Vorfreude auf die Ostereier und dem einen oder anderen sonnigen Tag richtet sich der Blick vieler LehrerInnen bereits in Richtung Sommerferien! In der Tat, weit ist es nicht mehr bis zur Sommerpause. Viereinhalb Monate, dann heißt es wieder "hitzefrei"!

Der Zeitraum bis zu den großen Ferien ist ideal für eine praxisnahe Fortbildung zu einem eLearning-Thema, wie sie von der e-LISA academy nun schon zum dritten Mal in kooperativer Arbeitsweise angeboten wird. Das heißt: Kein einsames Studieren von Skripten alleine zu Hause, kein Herumärgern mit den Tücken der Technik, ohne dass es jemand mitbekommt! In kooperativen Onlineseminaren à la e-LISA ist die Kursgruppe zwar eine virtuelle, aber dennoch bestimmt von einem großen Zusammenhalt und von intensiver Zusammenarbeit mit KollegInnen und TrainerInnen.

Österreichische LehrerInnen, deren Schulen ein e-LISA academy Abo haben, können an bis zu drei kooperativen Onlineseminaren kostenlos teilnehmen. Für alle anderen KollegInnen gibt es faire Teilnahmegebühren. Die erfolgreiche Seminarteilnahme wird übrigens mit 30 Stunden zertifiziert. Das heißt, alle LehrerInnen, die den Besuch einer Fortbildung nachweisen müssen, können dies auch problemlos mit dem Zertifikat der e-LISA academy tun.

Hochwertige Fortbildung ganz ohne Anreisezeiten, gemeinsam mit einem erfahrenen Trainer / einer erfahrenen Trainerin und begeisterten KollegInnen aus ganz Österreich (und vielleicht auch Deutschland?): Der Seminarkatalog kann sich mehr als sehen lassen und wächst stetig an. Vielleicht ist auch für dich etwas dabei? Die Anmeldezeit läuft!

Üüübrigens … ich bin auch nicht ganz untätig und biete im Frühjahrsprogramm ein paar Kurse an: Den Klassiker "Moodlen lernen", aber auch zwei Leseerziehungskurse ("Was man mit einem Buch alles machen kann" und "Kinder lesen (keine Bücher) mehr"), sowie den Neuling "Hot Potatoes und Moodle". Interessant ist vielleicht auch mein einwöchiger Kurzworkshop "Radio Plays" zum Gestalten von Hörspielen im Unterricht.

http://www.e-lisa-academy.at/

Kostenlose Fotos - finden und downloaden

Thursday, 14. February 2008

Jochen hat vor einigen Tagen eine tolle Ressource für kostenlose Fotos vorgestellt, die du z.B. als Sprech- oder Schreibimpuls auf Arbeitsblättern, Prüfungen oder Schularbeiten verwenden kannst. Jochen hebt hervor, dass man auf Grund des ausgefeilten Kategoriesystems schnell auf Abbildungen stößt, die man brauchen kann.

http://www.sxc.hu/

Copy without Paste

Wednesday, 13. February 2008

Praktisches Tool: ControlC speichert alles, was du per Ctrl+C in den Zwischenspeicher kopierst, automatisch auf verschlüsselten Webservern und mit Passwort hast du jederzeit Zugriff auf das, was du vor Tagen oder Wochen kopiert hast. ControlC könnte durchaus hilfreich sein, wenn du verzweifelt nach Textbausteinen suchst, die vor langer Zeit den Weg in deinen Zwischenspeicher gefunden haben, aber niemals richtig gespeichert wurden. Soll schon vorgekommen sein …! :)

http://controlc.com/

RSS Newsletters

Tuesday, 12. February 2008

Früher war ich ein großer Fan von Newsletters. Ich abonnierte sie zu Dutzenden und freute mich immer über Neuigkeiten in meinem Postfach. Dann kam RSS und mit den Feeds nahm irgendwie auch das Angebot an Newsletters ab. Viele der Anbieter machen ihre Neuigkeiten heute via RSS Feeds zugänglich und versenden gar keine eMails mehr.

Schade. Denn trotz all der schönen und praktischen Newsreader, online und offline, ist eMail für mich immer noch das Kommunikationsmittel und die Internetanwendung erster Wahl geblieben. (Bin ich altmodisch?) Und so vermisse ich die netten eMails, die mich auf dem Laufenden hielten, ohne dass ich mich drum kümmern musste. Bequem wurden mir die Newsletters in meinen Posteingang zugestellt, den ich ohnehin mehrmals am Tag kontrolliere.

Nun habe ich ein nettes Service gefunden, das den Newsletters wieder neues Leben einhaucht: Nourish - verwandle jegliche RSS Feeds deiner Wahl in automatisch versendete eMails. Eine gute Sache für mich persönlich, aber auch interessant für die Schule: Vielleicht lesen SchülerInnen englische Artikel, wenn ich ihnen eine interessante Auswahl (jedenfalls eine Auswahl, von der ich denke, dass sie interessant sein könnte …) an Beiträgen per eMail zuschicken lasse?

http://nouri.sh/

Tafelbilder bei Flickr

Monday, 11. February 2008

Neulich hat Herr Rau wieder einmal berechtigterweise darauf aufmerksam gemacht, dass LehrerInnen ihr Wissen teilen sollen - diese tapferen EinzelkämpferInnen (das stammt von mir!) … :))

Er schlägt vor, Tafelbilder schnell und unkompliziert per Flickr zu tauschen. Das vermeidet die Hemmschwelle, eine "vernünftige Stundenplanung" zusammenschreiben zu müssen, sondern gibt einfach nur Ideen, Inspirationen und frischen Wind.

Finde ich gut! Je einfacher das Austauschen funktioniert, desto mehr wird es hoffentlich auch praktiziert. Ganz ohne falsche Bescheidenheit, aber auch falsche Angst, mit seinen Ideen irgendwelchen hohen Ansprüchen nicht genügen zu können.

http://www.herr-rau.de/