Korrigieren, korrigieren - und was sieht dabei raus?
June 22, 2007Ein großes Lob an Jochen, der kürzlich einen grandiosen Artikel über das leidige Korrigieren veröffentlichte. “Nach wenigen Berufsjahren verabschieden sich die meisten Lehrer von der Illusion, dass Schüler sich ihre Arbeiten sorgfältig anschauen um aus ihren Fehlern zu lernen.”, so Jochen in einer realistischen Analyse. Jochen weiter: ”Ausführliche Kommentare, positive Verbesserungen etc. werden meistens ignoriert, ein Lernfortschritt ist häufig nicht feststellbar.”
Was also soll Otto Normallehrerin machen, um nicht sinnlos Energie in aufwändige Korrekturen zu verschwenden und andererseits auch nicht die Pflichten als aufmerksame PädagogIn zu vernachlässigen? Jochen beschreibt Tipps und Tricks, die er entwickelt und erprobt hat: Vorschläge, die man beim Konzipieren von Arbeiten berücksichtigen sollte und alle zeitsparenden Maßnahmen während der Korrektur.
19. February 2008 um 21:52
“sinnlos Energie in aufwändige Korrekturen zu verschwenden”
Richtig. Korrekturen machen nur Sinn, wenn korrigiert wird, was man vorher beigebracht hat. Oder meint, beigebracht zu haben. Das Modell “Trial and Error” ist das aufwendigste (jaja, mit “e”) Lehr- und Lernverfahren, das es gibt. Gerechterweise wird der Lehrer mit dem Käse konfrontiert, den er selbst versaubeutelt hat im Unterricht bzw. mit seinen Lehrdefiziten. Wozu also die ganze Aufregung? Besser unterrchten heißt die Devise. Und den Output am Input orientieren lernen.
Betr. Schrift: Sie ist nicht zu benoten, den sie hat nichts mit der ursächlichen Leistung zu tun. Notfalls ist der Schüler zu bitten, bei der Entzifferung zu helfen. Manchmal hilft auch, den Umfang der Klausur angesichts der fast immer zu knappen Zeit realistischer zu planen.