Korrekturvorlagen für diverse Textsorten

February 5, 2007

Fehler auszubessern wird keinem Lehrer und keiner Lehrerin abgenommen werden können, aber oftmals ist man unsicher, wie man Texte inhaltlich bewerten soll. Besonders, wenn nach einem Stapel Schularbeiten jegliche Werte und Kriterien zu verschwimmen drohen, so wie ein Wort nach dem anderen zu einer sinnlosen Buchstabenkombination wird. Ich drucke daher bei meinen Schularbeitsangaben stets ein Raster ab, das die wichtigsten Lernziele auflistet, die in dieser Arbeit erreicht werden müssen.

Ein verlangter Bericht könnte so zum Beispiel die Lernziele “Antworten auf alle W-Fragen sind im Text verarbeitet” oder “Die geschilderte Situation ist nachvollziehbar: es bleiben keine Fragen offen” bedingen. Neben die zu erreichenden Lernzielen integriere ich eine Smiley-Leiste ab, die von :-) bis :-( reicht und nun bewerte ich jede Zeile bzw. jedes Lernziel einzeln. Je nachdem, in welchem Bereich sich schlussendlich die meisten Hakerl oder Kreuzerl befinden, desto eher ist eine Arbeit dann “Sehr gut”, “Befriedigend” oder “Nicht genügend”. Zusammen mit der Fehleranzahl ergibt sich so eine klare Tendenz zu einer Note, was mir bei der Beurteilung hilft und die SchülerInnen klar nachvollziehen lässt, welche Bereiche des Textes noch zu verbessern wären.

Gerd Haehnel hat gemeinsam mit KollegInnen eine Reihe von Korrekturvorlagen gesammelt, die ähnlich funktionieren. Wenn man solche Auflistungen von Lernzielen konsequent einsetzt, wird das eigene Beurteilen transparenter und Diskussionen mit SchülerInnen “Warum habe ich diese Note?”) werden auf ein Minimum reduziert.

http://www.schule-deutsch.de/forum/thread.php?postid=44#post44

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